Bindemittel sind Stoffe, durch die Feststoffe mit einem feinen Zerteilungsgrad (z.B. Pulver) miteinander bzw. auf einer Unterlage verklebt werden. Bindemittel werden meist in flüssiger Form den zu bindenden Füllstoffen zugesetzt.
Beide Stoffe werden intensiv vermischt, damit sie sich gleichmäßig verteilen und alle Partikel des Füllstoffs gleichmäßig mit dem Bindemittel benetzt werden. Durch die Art des Bindemittels können dem Füllstoff neue Verarbeitungs- und Materialeigenschaften verliehen werden.
Stoffe, mit denen feste Stoffe nur partiell miteinander verbunden werden, sind keine Bindemittel, sondern Klebstoffe.
Inhaltsverzeichnis
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Anwendungsgebiete
Farben
Bei der Farbherstellung werden Farbpigmente und Bindemittel miteinander vermischt. Das Bindemittel sollte dabei farbneutral sein und die Farbwirkung des Pigments nicht beeinträchtigen. Die Art des Bindemittels wird durch die Maltechnik, den Malgrund und die gewünschten Eigenschaften der Farbe (Trocknung, Glanz, Deckkraft) bestimmt.
Als Farbbindemittel sind gebräuchlich:
Gummi arabicum (wasserlöslich) bei der Aquarellmalerei
Emulsionen bei der Temperamalerei, unter Zugabe von Mastix oder Dammar.
gebrannter Kalk, Zement und Kaliwasserglas in Bauwesen und der Wandmalerei
Kunstoffdispersionen bei der Acrylmalerei und in industriellen Anstrichfarben und Lacken
Pflanzenöle in der Ölmalerei
Harze in der Ölmalerei sowie bei industriellen Farben und Lacken
Zelluloseleim (Kleister) in Leimfarben
Wachs bei der Enkaustik
Pflanzenöle (Leinöl) oder Alkydharze für