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ZEILENLAENGE

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D r u c k b e g r i f f e
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Unterschichtenfernsehen ist eine Bezeichnung fĂĽr Sender und Sendungen mit geringem Anspruch.

Erstmals wurde der Ausdruck vom Satiremagazin Titanic verwendet.[1]. Der Medienwissenschaftler Jochen Hörisch gebrauchte ihn im Frühjahr 2001.[2]. Paul Noltes Buch Generation Reform (2004) verwendet das Wort im Sinne einer „neue Unterschicht“, die mangelnde Bildung kennzeichne. Nolte bezieht sich dabei explizit auf die mangelnde Bildung, die auch Schwerverdiener einbezieht und sich somit von der Unterschicht-Debatte löst. Populär wurde das Wort jedoch erst durch Harald Schmidt, der es 2005 in seiner Sendung verwendete.

Die Bezeichnung „Unterschicht“ für einkommensschwache und mit geringen Bildungstiteln ausgerüstete Mitglieder der Gesellschaft war längst negativ belegt, bevor „Unterschichtenfernsehen“ ihr einen Mangel an Geschmack und Bildung zuschob [3], der so eindeutig nicht zu belegen ist. Nach Ansicht von Kommentatoren hatten außerdem Sozialreformen Angst vor Armut ausgelöst und den Begriff „Unterschichtenfernsehen“ öffentlich umso heftiger diskutieren lassen.

Die Theorie der Kulturindustrie von Theodor Adorno und Max Horkheimer sowie die so genannte „Verdummungsthese“ des US-amerikanischen Medienkritikers Neil Postman gehören zu den bekanntesten Angriffen gegen „verblödende“ und manipulative Teilaspekte des Fernsehens.

Die Medienkritik trifft mit dem Begriff vor allem das Privatfernsehen. Das produziere - nur auf Gewinnmaximierung aus - mit Reality TV und sogenanntem Affektfernsehen anspruchslose, billig gemachte und geschmacklose Fernsehunterhaltung ohne Bildungswert. Anspruchsvolle Unterhaltung und Information zu kulturell oder politisch reflektierten Inhalten findet demgegenüber gerade im Privatfernsehen eher punktuell statt, da die kaufkraftrelevanten Zielgruppen der 14-49 jährigen Konsumenten mit hohem Bedarf an identitätsstärkenden Produkten und Dienstleistungen gerade zu den attraktiven Sendezeiten ein unterdurchschnittlich hohes Interesse an entsprechenden Sendungen haben. Selbst öffentlich-rechtliches Fernsehen legt bildungsrelevante und wissenschaftlich oder politisch fundierte Inhalte zugunsten der Unterhaltung i. d. R. auf Sendeplätze nach 22 Uhr und (sogenannte) "3. Programme" - wo konsumgüterorientierte, kaufkraftrelevante Zuschauergruppen mehrheitlich nicht fernsehen. Insofern ist das Phänomen stark, jedoch nicht nur dem Privatfernsehen zuzuschreiben.

Auf der anderen Seite korreliert der Zusammenhang zwischen dem vermehrten Konsum hochwertiger Unterhaltung und Dokumentation überzufällig hoch mit Zuschauern mittlerer und höherer Bildungsabschlüsse. Sendungen mit obszönem oder niveaulosem Talk-Inhalt können schon aufgrund ihrer




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