Als Zellstoff bezeichnet man die beim chemischen Aufschluss von Pflanzenfasern (meist Holz) entstehende Masse, die vorwiegend aus Zellulose besteht. Zellstoff ist die Grundlage zur Herstellung von holzfreiem Papier, das die Eigenschaft besitzt nicht zu vergilben.
Zellstoff unter dem Mikroskop
Inhaltsverzeichnis
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Herstellung
Der Zellstoff für Papier wird aus geschnitzeltem Holz (Hackschnitzel) hergestellt. Es gibt zwei Hauptarten der Zellstoffverfahren, welche auf dem Markt dominierend sind:
das saure Sulfit- (nach Mitscherlich) und
das alkalische Sulfat-Verfahren.
Daneben gibt es noch alternative, schwefelfreie Verfahren, wie z. B. das Soda- bzw. Soda/Anthrachinon-Verfahren oder das Natural Pulping-Verfahren. Diese werden hauptsächlich für die Herstellung von Zellstoff aus einjährigen Pflanzen (Stroh, Flachs, Hanf, Sisal, Jute, Kenaf, etc.) eingesetzt.
Nichtfaserige Teile, z. B. das zum Gilben führende Lignin, werden hierbei in einem chemischen Aufschluss- und Kochvorgang fast gänzlich (über 90 %) beseitigt. Anschließend kann der Zellstoff noch gebleicht werden, wobei neben der Aufhellung auch die restlichen Lignin-Anteile entfernt werden.
Bei der Kochung des Faserstoffes im Säure-/Laugenbad ist jedoch wichtig, dass der Kochvorgang rechtzeitig beendet wird. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich auch bereits zu viele Hemizellulosenanteile bzw. dass sich die Zellulose selbst im Bad löst. Da der Ligninlösevorgang nicht gleichmäßig abläuft, kann mit diesen relativ aggressiven Verfahren niemals 100 % des Lignins entfernt werden ohne auch bereits den Zellstoff selbst zu stark zu schädigen. Aus diesem Grund wird das restliche Lignin in nachfolgenenden Bleichvorgängen z. B. mittels Ozon (oder auch nur reinem Sauerstoff) entfernt.
Verwendung
Papier
Papierfilter (wie zum Beispiel